Geschichte

Dippold, der Einsiedler und Namensgeber unserer Stadt

In der Zeit Kaiser Heinrichs I. um etwa 933 bis 971 lebte das Volk in großer Armut und Unterdrückung. Der Sage nach wandte sich der junge Dippold von diesem ungerechten Leben ab und lebte fortan fromm und besitzlos in der Dippoldiswalder Heide am berühmten Sandsteinfelsen in einer Höhle (Dippoldklause). Er träumte und predigte von einer friedlichen Welt und einem Leben ohne Ausbeutung, Amut und Hunger für das Volk. Somit kam es, dass der Einsiedler Dippolds als Heiliger verehrt wurde und sein Ruf bis nach Böhmen gelangte. Er bekehrte auch Boleslav II. von Böhmen in seinem weiteren Leben ein gerechter Herrscher zu sein. Dieser führte 971 das Christentum in Böhmen ein, das Erzbithum in Prag und striftete mehrere Kirchen. Ebenso der Sage nach auch die Kapelle der hochheiligen Barbara in der Dippoldiswalder Heide.

„Viele fromme Wandrer sprachen bei dem greisen Klausner ein.

Liesen sich an seinem Quelle für die neue Lehre Weih’n,

bauten in des Waldes Mitten nah der Klausnerei sich Hütten,

und so allgemach entstand eine Stadt, die frommer Weise,

zum Gedächtnis jenem Greise, Dippoldiswalde ward genannt.

Die Stadt Dippoldiswalde wird erstmalig urkundlich im Jahre 1218 erwähnt. Das Jahr 2018 war Anlass für die Dipp’ser gemeinsam das 800-jährige Jubiläum Dippoldiswalde zu begehen.